Die Geschichte der innovativen Traditionsburschenschaft Hasenlauf lässt sich bis in das letzte Jahrtausend zurückverfolgen.

In den Aufbaujahren nach dem letzen Krieg hatten sich in Biedenkopf neue Wohngebiete gebildet.

Die neuen Stadtteile, die man mit "Hasenlauf" und "Altenstadt" bezeichnet, bildeten die Einzugsbereiche der 1970 gegründeten "Männergesellschaft Hasenlauf".

 

Zwei Grenzgänge später, also im Jahre 1984, war der Nachwuchs am Hasenlauf soweit, dass der Bedarf einer entsprechenden Burschenschafts-Neugründung vielfach formuliert wurde.

Eine Reihe Vorbereitungstreffen wurden gehalten, in deren Folge am 7. April 1984 die "Burschenschaft Hasenlauf" in der Gaststätte "Zur Luise" gegründet wurde.

Diese legendäre Schankstube sollte fortan für viele Jahre das Stammlokal der Burschenschaft sein.

Viele Erinnerungen der Hasenlaufburschen an fröhliche Stunden in diesem Wirtshaus sorgen für den Wunsch der Burschenschaft Hasenlauf, stets eine Verbundenheit zu diesem Lokal zu pflegen.

 

Am 10. August 1984 wurde durch eine Fahnenweihe, eine feierliche Zeremonie auf dem Platz des Waldhäuschens der Männergesellschaft Hasenlauf, die neue Fahne der Burschenschaft Hasenlauf in die Gemeinschaft der anderen Grenzgangsfahnen und der Stadtfahne aufgenommen.

 

Übrigens, wer die Fahne noch nicht gesehen hat, dem sei empfohlen, dies bei passender Gelegenheit nachzuholen (wie wär's beim Grenzgang 2005?), denn es ist ein handwerklich prachtvolles Exemplar, das in kunstvoller Stickarbeit einerseits das Wappentier der Burschenschaft darstellt, einen springenden Hasen, und auf der anderen Seite das Stadtwappen Biedenkopfs ehrt.

 

Die Burschenschaft Hasenlauf stellt im Reigen der Biedenkopfer Grenzgangs-Burschenschaften die jüngste Burschenschaft dar.

Die letzte Neugründung erfolgte vier Grenzgänge zuvor aus vergleichbarem Anlass ("Billerbach", 1956).

 

Trotz mancher skeptischer Einwände konnte sich die Burschenschaft Hasenlauf sehr schnell etablieren und hat heute einen nicht mehr wegzudenkenden Platz im Grenzgang Biedenkopfs.

 

Die Anzahl der Burschen stieg von einem Grenzgang zum nächsten. Waren es im Gründungsjahr bereits 55 Burschen, die von den beiden Führern Matthias Peuckert und Karl-Uwe Velte angeführt wurden, so waren es im nächsten Grenzgang 1991 bereits 65 Burschen, die Stefan Roth, Jens Kunkler und Birger Kreutz zu ihren Führern wählten.

Jens Kunkler nahm im nächsten Grenzgang einen Sitz im Grenzgangskomitee ein.

 

Schon 1991 gelang es den Burschen vom Hasenlauf durch einen heldenhaften Sieg im legendären Fußballturnier über die anderen Burschenschaften zu triumphieren und somit konnten sie den begehrten Pokal für sich gewinnen!

 

Im letzten Grenzgang 1998 wurde in der Burschenschaft Hasenlauf die stattliche Zahl von 78 Burschen gezählt, die wiederum von 3 Führern über die Grenze geführt wurden: Stephan Brunner, Fred Liebetrau und Rainer Henkel.

 

Mit etwas Stolz war es der Burschenschaft in den beiden letzten Grenzgängen gelungen, jeweils einen Reiter aus ihren Reihen zu stellen: Heiner Grebe im Grenzgang 1991 und Markus Cottu im Jahre 1998.

 

Der Hasenlaufbursche Andreas Wille hatte 1998 die Ehre, dem Burschenhauptmann als Adjutant zur Seite zu stehen.


Die Burschenschaft Hasenlauf

von 1998-2005